Während die Coronet Platform bei Dodge bereits seit 1953 existierte, kam die R/T Version erstmals im Jahr 1967 auf den Markt (53 – 57 ab 1965). Sie wurde als direkte Konkurrenz zum erfolgreichen Pontiac GTO entwickelt. R/T steht für Road and Track was auf die Dualität des Fahrzeuges hinweisen sollte: Das Auto ist auf dem race track genauso zu hause wie auf der Strasse einer kleinen Stadt.
Dieses Konzept wurde auch ins Jahr 1968 weitergezogen, wo der Dodge Coronet R/T als Mitglied des Scat Packs präsentiert wurde. Zu diesem zählten der Charger R/T, Dart GTS, der Coronet R/T sowie die Super Bee, welche erst im Verlauf des Jahres 68 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. All diese Modelle wurden zur Erkennung mit den „bumble bee“ stripes (doppelte racing Streifen am Heck) ausgestattet.
Am Coronet R/T wurde im Vergleich mit dem Vorjahr alles ausser dem Motor und dem Getriebe erneuert. Das Design wurde durch Bill Brownlie und seinem Team völlig überarbeitet. Weiterhin wurden convertibles und die beliebte zweitürige hardtop Version angeboten.

Bild 1: 1968 Dodge Coronet R/T
Die Linien waren runder als beim Vorgänger. Das Auto wurde zwecks agressiverem look etwas tiefergelegt. Die power bulge Haube mit simulierten Luftschlitzen ist das Markenzeichen des 68er Coronet R/T’s.
Hier ein paar weitere Eigenschaften:
§ Radstand: 117 inch
§ Gesamtlänge: 207 inch (4 inch länger als 67)
§ Standardmässige Doppelauspuffanlage
§ Standardmässige Heavy- duty Bremsen (front disk brakes Option 495/ $72.95)

Bild 2: Front und Heck
Der schwarze Grill wurde weit in die Front eingelassen auf dem man auf der Fahrerseite ein grosses R/T Emblem montierte. Dieses Zeichen ziert auch die vorderen Kotflügel sowie das Heck. Die Grillteile zwischen den Scheinwerfern sind beim R/T original schwarz (bezels). Sollten diese silbern oder grau sein könnte dies auf ein R/T Klon hinweisen.
Das Interieur
Das Interieur des Coronets wurde für muscle car Verhältnisse luxuriös ausgestattet: Einzelsitze und dazu viel Chrom und Vinyl..

Bild 3: Interieur
Standardmässig wurde ein 150 mph Speedometer zentral eingesetzt. Links davon fanden ein Alternator sowie die Benzinanzeige Platz. Rechts vom Speedometer wurde die Temparaturanzeige sowie die optionale Uhr (Option 484/ $16.05) oder das Tachometer (Option 577/ $48.70) eingebaut.
Doch falls der Kunde eine richtige Öldruckanzeige benötigte, orderte er das „Rallye gauge package“ mit „tick-tock tach“, welches auch beim Charger eingesetzt wurde.

Bild 4: Rallye gauge package
Ausserdem erkennt man hier auch das „full horn ring“ Steuerrad.
Motor:
Die Standardmotorisierung stellt der 440 Magnum Motor dar, welcher auf 375 brutto PS gemessen wurde. Die Zylinderköpfe erhielten im Gegensatz zum Vorjahr ein „open-combustion-chamber“ Design. Ebenfalls wurde die Ansaugspinne durch eine leistungsfähigere ersetzt. Der Vergaser ist ein Carter 4V AVS (air valve secondary). Die einzig erhältliche Motorenalternative war der Hemi.

Bild 5: 440 Magnum
Die wichtigsten Leistungsdaten:
Getriebe:
Als Standardgetriebe wurde die „torque-flite“ Automatik eingesetzt. Diese gilt auch heute noch als sehr zuverlässig. Optional war das handgeschaltete 4 Gang Getriebe. Bei den hardtop Hemis wurden nur gerade 136 mit Automatik und 94 mit manual four speed hergestellt. Die Hemi convertibles fielen noch seltener aus:
8 mit torque-flite und nur einer mit 4 speed!
Produktionszahlen 1968 Dodge Coronet R/T:
Andere interessante Optionen:
Übrigens: Vom 1968 Coronet R/T mit dem Farbcode „buffed silver“ AA1 wurden nur 8 Stück hergestellt.

Bild 6: AA1 buffed silver Coronet
Man beachte die F70 x 14 „red line tires“. Diese konnten kostenlos durch Reifen mit einem weissen Streifen ersetzt werden.
Performance:
Racing Einsatz:
Mike Landy, der Bruder vom berühmten racing guru Dick Landy fuhr die 440 Magnum Version des 1968 Dodge Coronet R/T auch auf dem drag strip.
Bild 7: Dick Landy (links) fuhr den 68 Charger R/T mit Hemi, Mike Landy (rechts) beschleunigte mit dem 68 Coronet R/T mit 440 Magnum.